Lehrgang Friedensjournalismus
Unsere Intention …
Die JOURNALISTS.ACADEMY entwickelt und organisiert berufsbegleitende Weiterbildungsprogramme an der Schnittstelle von Journalismus, Ethik und internationaler Konfliktberichterstattung.
Der Lehrgang „Friedensjournalismus“ wurde 2025/26 erstmals erfolgreich durchgeführt und verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit journalistischer Praxis sowie internationalen Perspektiven.
LEHRGANG FRIEDENSJOURNALISMUS
Zertifikats-Lehrgang für Friedens-Journalismus
Der von j o u r n a l i s t s 4 p e a c e konzipierte Lehrgang für Friedensjournalismus deckt eine breite Palette an Themen und Lehrinhalten ab, die sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Fähigkeiten vermitteln.
Ab 15. Oktober 2025 wird der zweisemestrige berufsbegleitende Lehrgang für Friedensjournalismus hybrid (wöchentlich 4 UE online und 3 Wochenenden in Präsenz in Wien) an der JOURNALISTS.ACADEMY in Kooperation mit journalists4peace angeboten. Absolventen des Lehrgangs erhalten …
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- ein Diplom der JOURNALISTS.ACADEMY
- ein Zertifikat von journalists4peace
Für weitere Details wenden Sie sich bitte an → eMail.
Informationen zum Lehrgang
Was ist Friedensjournalismus?
Friedensjournalismus ist kein Rückzug in die Neutralität – sondern eine reflektierte, professionelle Haltung im Umgang mit Konflikten.
Der Lehrgang vermittelt fundierte Kompetenzen für eine professionelle, differenzierte und lösungsorientierte Berichterstattung in Konflikt- und Krisenzeiten. Die Teilnehmenden lernen, wie Sprache, Bilder und digitale Narrative wirken – und wie sie zur Deeskalation beitragen können.
Angelehnt an internationale Konzepte zeigt der Lehrgang, wie Friedensjournalismus konkret wirkt:
- durch kritische Kontextualisierung,
- durch multiperspektivisches Erzählen,
- durch die Zusammenarbeit mit NGOs und internationalen Organisationen, und
- durch die Gestaltung von Medienbeiträgen, die Verständigung ermöglichen.
Programmcharakter
Der Lehrgang ist als berufsbegleitendes Weiterbildungsprogramm konzipiert und verbindet wissenschaftliche Grundlagen der Konflikt- und Friedensforschung mit praxisorientierter journalistischer Ausbildung.
Mit einem Umfang von 150 Unterrichtseinheiten (entspricht einem strukturierten Weiterbildungsprogramm auf Certificate-Level), international erfahrenen Vortragenden und einem klar strukturierten Curriculum ist das Programm anschlussfähig an akademische Weiterbildungsformate (z. B. Certificate / Executive Education).
Warum jetzt?
Nie war der Bedarf an kompetentem, verantwortungsbewusstem Journalismus größer. Der Blick auf die mediale Berichterstattung zu Kriegen in der Ukraine, in Gaza oder Myanmar zeigt: Journalist:innen stehen täglich vor der Herausforderung, differenziert und deeskalierend zu berichten – und dabei professionellen Standards treu zu bleiben.
Der Lehrgang eröffnet neue Perspektiven für alle, die Medien nicht nur nutzen, sondern auch bewusst gestalten wollen – als Beitrag zu Dialog, Demokratie und Frieden.
Zielgruppe
- Journalist:innen und Medienschaffende aller Formate
- Kommunikationsverantwortliche, NGO-Mitarbeitende
- Friedens-, Sozial- und Politikwissenschaftler:innen mit Medieninteresse
- Engagierte Quereinsteiger:innen aus friedensfördernden Berufsfeldern
Inhalte
Der Lehrgang umfasst 15 Module, eine detaillierte Modul-Übersicht finden Sie im Abschnitt „Module im Überblick" weiter unten.
Durchführung:
Abendtermine unter der Woche + drei Wochenenden (berufsbegleitend)
Ort: Wochenendtermine in Wien, 1030, Arsenalstraße 11
Diplomvergabe: in Wien, restliche Termine „live-online“ via Zoom
Umfang: 150 UE (davon: ca. 130 UE mit Trainer:in + ca. 20 UE eigenständige Arbeit)
Abschluss: Entwicklung und Präsentation eines eigenen Friedensjournalismus-Projekts, Peer-Feedback und Diskussion – vor einer Jury
Korrespondenten
Ein zentrales Element unseres Curriculums ist die Veranstaltungsreihe „Stunde der Korrespondenten“ – ein interaktives Gesprächsformat, das den Studierenden ermöglicht, direkt mit erfahrenen Auslands- und Krisenjournalist:innen in den Dialog zu treten, Fragen zu stellen, Erfahrungen zu reflektieren und berufliche Einblicke aus erster Hand zu erhalten.
Die inhaltliche Gestaltung
Ob als lockerer Erfahrungsbericht, strukturierter Impuls mit Q&A, oder moderiertes Gespräch – das Format ist flexibel. Es geht darum, den Teilnehmer:innen ein realistisches Bild vom Arbeiten in Krisenzonen zu vermitteln und sie zu einer verantwortungsvollen Haltung im Medienhandwerk zu ermutigen.
Warum die Perspektive der Korrespondent:innen so wichtig ist:
Gerade in Zeiten globaler Krisen, Propaganda und Informationsflut brauchen wir Stimmen wie ihre – kluge, erfahrene und engagierte Journalist:innen, die mehr als nur Schlagzeilen liefern. Die Teilnahme der Korrespondent:innen stellt eine große Bereicherung für den Lehrgang und eine wertvolle Inspiration für die nächste Generation dar.
Qualifikation
Die Teilnehmer:innen erhalten nach erfolgreicher Absolvierung ...
- ein Diplom der journalists.academy – dieses erhalten die Teilnehmer nach Vorlage der Abschlussarbeit.
- ein Zertifikat von journalists4peace erhalten alle Absolventen, die in mindestens 75 % der Unterrichtseinheiten anwesend waren.
- Eine Weiterentwicklung hin zu einer akademisch anerkannten Zertifizierung im Rahmen internationaler Kooperationen ist vorgesehen.
Nutzen und Karrieremöglichkeiten
- Sie stärken Ihre journalistische Identität und Positionierung durch ethische Reflexion und praxisnahe Methoden.
- Sie lernen, wie Sprache, Bilder und Narrative zur Friedensförderung beitragen können – oder ihr entgegenwirken.
- Sie vernetzen sich mit Gleichgesinnten und Expert:innen aus Journalismus, Zivilgesellschaft und Bildung.
- Sie qualifizieren sich für Tätigkeiten im Bereich Medienpädagogik, internationale Kommunikation oder NGOs.
- Sie gestalten eigene Medienprojekte, die konstruktive Narrative in die Öffentlichkeit tragen.
Voraussetzungen
- Interesse an Journalismus, Medien oder Friedensarbeit
- Bereitschaft zur Reflexion und aktiven Mitarbeit
- Laptop/PC mit Internetzugang
- Für Online-Einheiten: Webcam & Mikrofon
- Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B2 – Unterrichtssprache ist Deutsch
- Englischkenntnisse – „Die Stunde der Korrespondenten“ und Spezialthemen mit internationalen Vortragenden finden auf Englisch statt
Teilnahmegebühr
€ 2.900,00 für Mitglieder folgender Berufsverbände und NGOs:
Oberösterreicher Presseclub, Steirischer Presseclub, Deutscher Journalisten-Verband (DJV), Deutscher Fachjournalisten-Verband (DFJV),
Freischreiber – Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten, Deutscher Verband der Pressejournalisten (DVPJ), Impressum – Berufsverband der Schweizer Journalistinnen und Journalisten, SFJ AJS – Schweizerischer Fachjournalisten-Verband.
Rotes Kreuz, Caritas, Reporter ohne Grenzen.
Bitte geben Sie bei Anmeldung Ihre Mitgliederdaten bekannt.
€ 3.800,00 für alle anderen Teilnehmenden
Mitarbeitende von NPOs/NGOs wenden sich für Sonderkonditionen bitte an die Lehrgangsleitung.
Die Module im Überblick
Das Curriculum ist modular aufgebaut und orientiert sich an aktuellen internationalen Standards der Friedens- und Konfliktforschung sowie der journalistischen Aus- und Weiterbildung.
Einführung in den Friedensjournalismus
- Definition, historische Entwicklung und Konzepte des Friedensjournalismus (z. B. Johan Galtung, Jake Lynch)
- Unterschied zwischen Friedensjournalismus und herkömmlicher Kriegsberichterstattung
- Humanitäres Völkerrecht
- Genfer Konventionen und Zusatzprotokolle
- „If war comes to you“
Modulumfang: 12 Stunden
Theorien und Methoden des Friedensjournalismus
- Theorien der Konflikttransformation und Konfliktanalyse
- Ursachen und Dynamiken von Konflikten
- Konfliktstile und Eskalationsstufen
- Einführung in die Konflikttransformation
- Prinzipien der gewaltfreien Kommunikation im Journalismus
- Methoden der Berichterstattung in Krisenregionen
Modulumfang: 12 Stunden
Ethik und Verantwortung im Friedensjournalismus
- Ethik und Verantwortung im Konfliktjournalismus: Wahrhaftigkeit, Verantwortung, Unparteilichkeit
- Herausforderungen im Friedensjournalismus: Sensibilität, Umgang mit Propaganda und einseitiger Berichterstattung
- Umgang mit sensiblen Informationen und Quellen
- Schutz von Informanten und Opfern
- Fallstudien und ethische Dilemmas
Modulumfang: 15 Stunden
Medien und Konfliktprävention
- Analyse der Rolle von Medien in der Eskalation und Deeskalation von Konflikten
- Verantwortung der Medien in der Friedensförderung
- Untersuchung von Propaganda, Falschinformationen und Hassrede
- Medieninitiativen und -netzwerke für den Frieden
Modulumfang: 8 Stunden
Methoden und praktische Fertigkeiten des Friedensjournalismus
- Strategien für lösungsorientierte Berichterstattung
- Techniken zur Darstellung multipler Perspektiven
- Entwicklung von Narrativen, die Verständigung und Dialog fördern
- Recherchemethoden und Quellensicherung in Konfliktgebieten
Modulumfang: 12 Stunden
Seminar – Systemdynamiken, Konflikt- und Friedensaufstellung
- Systemdynamiken und Spiral Dynamics
- Individuelle Aufstellung eines Konflikts
- Kollektivaufstellung zu einem aktuellen Konflikt
Modulumfang: 14 Stunden als Workshop an zwei Tagen Freitagnachmittag/Samstag ganztägig
Storytelling und Interview
- Storytelling-Techniken für den Friedensjournalismus
- Interviews führen in konfliktbeladenen Kontexten
- Trauma-sensible Interviewführung
Modulumfang: 16 Stunden
Interkulturelle Kompetenz
- Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede in Konfliktdarstellungen
- Umgang mit kulturellen Stereotypen und Vorurteilen
- Förderung von interkulturellem Verständnis in der Berichterstattung
- Kultursensibles Verständnis von Menschenrechten
Modulumfang: 8 Stunden
Mediensysteme und Konfliktregionen
- Überblick über die Medienlandschaft in verschiedenen Konfliktregionen
- Herausforderungen für Journalisten in autoritären Regimen oder Kriegsgebieten
- Konflikttypen und schematische Einordnung aktueller Krisenregionen
- Sicherheitsaspekte für Journalisten in Konfliktzonen
- „Stunde der Korrespondenten“ – im direkten Austausch mit internationalen Reportern aus Kriegs- und Krisengebieten
Modulumfang: 16 Stunden
Seminar: Neue journalistische Werkzeuge und Technologien
- Moderne Technologien in der Konfliktberichterstattung
- Digitale Medienkonvergenz
- Immersive Technologien mit ViARsys
- Das Metaversum als Erfahrungsraum journalistischer Zukunft
Modulumfang: 14 Stunden als Workshop an zwei Tagen Freitagnachmittag/Samstag ganztägig
Friedensbildung und Journalismus
- Rolle des Journalismus in der Friedens- und Versöhnungsarbeit
- Zusammenarbeit mit NGOs und internationalen Organisationen
- Beispiele erfolgreicher Friedensinitiativen, die durch Medien unterstützt wurden
Modulumfang: 8 Stunden
Kritische Medienkompetenz
- Hinterfragen von Medieninhalten und deren Wirkung
- Identifikation und Analyse von Frames und Narrativen in der Konfliktberichterstattung
- Reflexion der eigenen Rolle und Haltung als Journalist
- Praktische Übungen zur gewaltfreien Sprache und Berichterstattung
Modulumfang: 14 Stunden
Praxisbezogene Projekte und Fallstudien
- Analyse und Diskussion von realen Fallstudien des Friedensjournalismus
- Analyse von Bildern, Videos und digitalen Narrativen in der Berichterstattung
- Simulationen und Rollenspiele zur Konfliktberichterstattung
- Erstellung eigener Medienprojekte mit einem Fokus auf Friedensförderung
Modulumfang: 8 Stunden
Abschlussprojekte und Evaluation
- Entwicklung und Präsentation eines eigenen Friedensjournalismus-Projekts
- Peer-Feedback und Diskussion
- Evaluation der Lernfortschritte und des gesamten Lehrgangs
Modulumfang: 10 Stunden
Lehrausgänge, Teilnahme an Konferenzen, optionale Praxisworkshops
- Lehrausgänge
- Teilnahme an themenrelevanten Konferenzen und Tagungen
- Praxisworkshops
- Optional: KI-gestützte Content-Produktion, Metaverse Maker
Modulumfang: 12 Stunden
Pädagogische Ansätze
- Interaktive Lehrmethoden: Seminare sollten Diskussionen, Gruppenarbeiten, Fallstudien (und Rollenspiele) beinhalten, um das Gelernte praktisch anzuwenden.
- Gastreferenten und Experten: Einbindung von erfahrenen Friedensjournalisten, Konfliktforschern und Friedensaktivisten.
- Medienanalyse: Analyse von aktuellen und historischen Berichterstattungen über Konflikte, um Unterschiede und Techniken zu erkennen.
Der Lehrgang soll sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Fertigkeiten vermitteln und eine ethische Grundlage schaffen, um verantwortungsvoll und wirkungsvoll über Konflikte berichten zu können. Das Bildungsangebot folgt einem Blended-Learning-Ansatz und kombiniert synchrone und asynchrone Lernformate.





